Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt der Stundenlohn von Frauen in Deutschland im Durchschnitt um rund 23 Prozent unter dem von Männern. Da ist es kein Wunder, dass viele Frauen davon träumen, sich selbstständig zu machen, damit ihr Einkommen endlich von ihrer Leistung bestimmt wird. Nur scheitert dieses Vorhaben bislang allzu häufig am fehlenden Eigenkapital.

Es geht auch ohne Geld und ohne Kredite

Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit auch ohne große Investitionen wagen können. In manchen Dienstleistungsberufen können sie ihre eigene Arbeitskraft und ihr Wissen auf selbstständiger Basis einsetzen. Bestes Beispiel sind mobile Fußpflegerinnen und Friseurinnen, die zu ihren Kunden ins Haus kommen und daher keinen Cent in Geschäftsräume investieren müssen. Bürofachkräfte wiederum können sich beispielsweise als mobile Sekretärin selbstständig machen. Sie unterstützen Unternehmen, wenn deren Sekretärin im Urlaub ist oder wenn besonders viel Arbeit anfällt. Wer sich diesbezüglich beraten lassen möchte, kann sich an die Industrie- und Handelskammer oder an die Handwerkskammer wenden. Einen Nachteil hat die Selbstständigkeit aber in den meisten Fällen: Unternehmerinnen sind auf sich allein gestellt.

Als Vermögensberaterin können sich Frauen ohne Eigenkapital selbstständig machen. (Foto: djd/Deutsche Vermögensberatung)

Als Vermögensberaterin können sich Frauen ohne Eigenkapital selbstständig machen. (Foto: djd/Deutsche Vermögensberatung)

Einzelkämpferin – das muss nicht sein

Doch es gibt auch Formen der Selbstständigkeit, bei denen Frauen mit Schulungen unterstützt werden, den Rückhalt einer Gemeinschaft genießen und dennoch Unternehmerinnen in eigener Sache sind: “Damit unsere Vermögensberaterinnen und -berater für ihre Beratungs- und Betreuungsaufgaben bestens geschult sind, haben wir allein im Jahr 2009 über 50 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung investiert”, sagt Professor Dr. Reinfried Pohl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). “Unsere Berater und Beraterinnen werden an elf hochmodernen Berufsbildungszentren in Deutschland sowie an internationalen Begegnungsstätten geschult. Und sie müssen kein Kapital investieren, um ihr eigenes Unternehmen zu starten.”

Vermögensberaterinnen werden in einem dualen System ausgebildet. Zum einen in den über 3.000 Geschäftsstellen und Direktionen der DVAG, die es bundesweit gibt. Zum anderen im Rahmen der theoretischen Ausbildung an der Deutschen Akademie für Vermögensberatung (DAV). Grundausbildung, Fachausbildung, Weiterbildung und Führungsausbildung sind die Säulen der mehrstufigen Qualifizierung. Wer den Beruf erst einmal testen will, kann zunächst nebenberuflich als Vermögensberater einsteigen. Mehr Informationen über die Chancen selbstständiger Vermögensberaterinnen gibt es unter: www.dvag-selbststaendigkeit.de

Die Leistung bestimmt das Einkommen

58 Prozent der Frauen meinen, dass sie in vielen Bereichen am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Das ergab eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der DVAG. Das Ergebnis zeigt sehr deutlich, dass Frauen im Berufsleben offenbar noch immer nicht dieselben Chancen haben wie die Männer. Bei selbstständigen Vermögensberatern jedoch ist das anders. Da bestimmt die Leistung das Einkommen – bei Frauen wie bei Männern. Jede Frau kann selbst entscheiden, wie viel Zeit sie in ihren Beruf investieren und wie viel sie verdienen möchte. Sie kann hauptberuflich oder nebenberuflich tätig sein. Wobei der nebenberufliche Start den Müttern sogar genügend Zeit lässt, um Kinder und Haushalt zu versorgen.