Viele Menschen träumen – nicht nur in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – von der Selbstständigkeit, doch es fehlt oft die zündende Geschäftsidee für den erfolgreichen Schritt zum eigenen Unternehmen. Für diese Existenzgründer ist Franchise die Alternative. Der Vorteil gegenüber klassischen Gründungen liegt darin, dass man nicht bei null anfangen muss. Franchise bewegt sich in einem festen Rahmen, das Geschäftsmodell ist bereits erfolgreich erprobt. Der Lizenznehmer kann auch branchenfremd sein, denn er wird vom Franchisegeber vom Start weg betreut – schließlich sind beide Parteien an einem Erfolg der Partnerschaft interessiert. Die Umsätze der Branche liegen mittlerweile bei rund 48 Milliarden Euro, 58.000 Franchisenehmer beschäftigen inzwischen circa 452.000 Mitarbeiter.

Marktanteil des Handwerks nur bei sieben Prozent

Wichtigster Wachstumstreiber im Franchisegeschäft war in den vergangenen Jahren der Dienstleistungsbereich, der Anteil liegt derzeit bei 40 Prozent, gefolgt vom Handel mit 22,5 und dem Gastgewerbe mit 13 Prozent Marktanteil. “Mit einem Marktanteil von nur sieben Prozent ist das Handwerk bei den Franchisesystemen deutlich unterrepräsentiert”, sagt Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes (DFV): “Das liegt nicht zuletzt an den Restriktionen der deutschen Handwerksordnung, denn in vielen Handwerkszweigen ist der Bewerberkreis auf Handwerksmeister beschränkt.” Auf der anderen Seite gibt es im Handwerk erfolgreiche Franchise-Konzepte. Brodersen verweist in diesem Zusammenhang beispielsweise auf “Portas”, “Topateam”, “Isotec” oder “Einer.Alles.Sauber.”. Unter www.franchiseverband.com gibt es kostenlos viele Informationen für potenzielle Existenzgründer aus allen Branchen.

Wer sich mit einem Backshop einer eingeführten Marke selbstständig machen will, ist schon mit einer Anfangsinvestition ab 5.000 Euro dabei. (Foto: djd/Deutscher Franchise-Verband e.V.)

Wer sich mit einem Backshop einer eingeführten Marke selbstständig machen will, ist schon mit einer Anfangsinvestition ab 5.000 Euro dabei. (Foto: djd/Deutscher Franchise-Verband e.V.)

Banken freuen sich über wohlklingende Namen

Der gute Name eines Franchisegebers hat im Übrigen gerade heute einen großen Vorteil: Eine schlüsselfertige Existenzgründung, die auf einem erfolgreichen Konzept basiert, wird auch die Bank viel eher überzeugen – wichtig in Zeiten zähfließender Kredite.