Früher hat es in den ersten Tagen im neuen Job ausgereicht, sich über die Gepflogenheiten in Sachen Einstand, über die Kollegen und ihre Zuständigkeiten sowie über die eigenen Aufgabengebiete zu informieren. Außerdem musste man noch wissen, bei welchen Kollegen man sich am besten persönlich vorstellen sollte. “Heute gilt es obendrein, sich in der digitalen Welt des Unternehmens gut auszukennen”, sagt Julia Busse aus der Personalabteilung der Ergo Direkt Versicherungen. “Ein ganz aktuelles Thema ist das Verhalten auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Xing.” Die Vorstellungen, wie die Mitarbeiter sich dort zu verhalten haben, seien von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich.

Smartphone

Was tun mit Facebook und Co.

In großen wie in kleinen Betrieben sei es daher wichtig, offen zu fragen, wie man sich bei Facebook und Co. in Bezug auf seinen Arbeitgeber verhalten soll. “In manchen Branchen ist es gewünscht, dass die Mitarbeiter sich öffentlich einbringen und auf diese Weise sogar ein wenig Werbung machen”, erläutert Julia Busse. “In anderen Branchen sind dagegen so viele rechtliche Vorgaben zu beachten oder die Persönlichkeitsrechte der Kunden zu berücksichtigen, dass nur ausgewählte und geschulte Mitarbeiter für die Firma das Wort ergreifen sollten.” Immer mehr Unternehmen hätten zu diesem Thema auch schon Verhaltensregeln festgelegt, die im Zweifelsfall eine große Hilfe seien.

Am Arbeitsplatz ins Internet?

Auch die Frage “Darf ich am Arbeitsplatz im Internet surfen?” ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. In manchen Betrieben ist das Surfen in den Pausen erlaubt, in anderen ganz verboten und in wieder anderen sogar Bestandteil der Arbeit. Oft dürfen aber nur Links zu bestimmten Seiten angeklickt werden. Auf alle Fälle gilt auch hier: Am besten fragen, was erlaubt beziehungsweise verboten ist, und sich danach konsequent daran halten. Dann kann kaum etwas schiefgehen. Nicht zu vergessen ist der Umgang mit Smartphones während der Arbeitszeit. Im Zweifel gilt: Besser ausschalten als unangenehm auffallen.

Tipps zum Thema E-Mail

- Aus dem Betreff sollte klar hervorgehen, worum es in der E-Mail geht.
- Mit hoher Priorität nur dann mailen, wenn es wirklich dringend ist.
- Tabu sind mehrere Ausrufezeichen oder das Großschreiben ganzer Worte. Beides gilt übersetzt als “Brüllen”.
- Auf die Anrede sollte in einer E-Mail nur ausnahmsweise verzichtet werden.
- Statt formaler Anreden ist auch ein “Hallo” erlaubt, wenn man sich bereits kennt.
- Sowohl Kollegen als auch Vorgesetzte sollten nur mit Bedacht in Kopie gesetzt werden.
- Unter dem Text sollten die Daten des Absenders stehen.