Mit zwei Urteilen setzen wir unsere Reihe “Verbrauchertipps rund ums Geld” fort.

Anzahl vorrätige Zugaben muss bei Werbeaktion nicht angegeben sein: Wird bei einer Verkaufsaktion damit geworben, dass man bei Kauf der Hauptware eine Zugabe erhält, so reicht der Zusatz “solange der Vorrat reicht“. Damit ist der Verbraucher ausreichend informiert, dass die Zugabe nicht im selben Umfang vorrätig ist wie die Hauptware, und ein rascher Kaufentschluss seine Chancen erhöhe.

Mit diesem jetzt veröffentlichten Urteil (BGH Az I ZR 224/06 vom 24.06.2009) setzte der Bundesgerichtshofs laut Verbraucherportal Geld-Magazin.de auf den gesunden Menschenverstand statt auf die vom Kläger, dem Verein gegen Unwesen in Handel und Gewerbe Köln, geforderte ausführliche Information über alle eventuell einschränkenden Bedingungen zum Erhalt der Zugabe. So müsste ja auch nicht über die Öffnungszeiten des Geschäftes informiert werden, denn die Zugabe gäbe es zwar nur bei geöffnetem Geschäft; diese Einschränkung erwarte der Verbraucher aber auch. Die werbende Partei, eine Parfümerie, verstosse mit dieser Verkaufsaktion nicht gegen den § 4 Nr. 4 UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb).

Anschlussfinanzierung – Warum das Verlängerungsangebot nicht gleich angenommen werden sollte:
Derzeit laufen viele Zinsbindungen von Hypothekendarlehen aus. Lagen die Zinsen vor 10 Jahren bei rund 6 Prozent effektiv p.a., so kosten heute die Besten unter 4 Prozent. Laut Verbraucherportal Geld-Magazin.de ist es aber teure Bequemlichkeit, einfach das Verlängerungsangebot der bisherigen finanzierenden Bank anzunehmen.

Denn diese werden häufig nicht zu den guten Neukundenkonditionen gemacht, sondern zu einem höheren Zinssatz. Die Banken gehen davon aus, dass Bestandskunden nicht vergleichen oder den mit einem Wechsel verbundenen Aufwand scheuen. Dabei ist dieser Aufwand gar nicht so groß wie befürchtet. Es fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an, da die Zinsbindung ja ausläuft. Und die Umschreibung / Abtretung der Grundschuld kostet auf jeden Fall weniger, als zuviel gezahlte Prozentpunkte ausmachen. Manche Banken übernehmen sogar diese Kosten, um einen neuen Kunden zu erhalten.

(Foto: djd/www.geld-magazin.de)

(Foto: djd/www.geld-magazin.de)

Denn jeder gesparte Prozentpunkt macht (bei einer Darlehenshöhe von 50.000 Euro) über 10 Jahre runde 6.000 Euro Ersparnis aus!