Grundsätzlich funktioniert das Kreditgeschäft so: Die Banken sammeln Geld von Kunden, zum Beispiel in Form von Sparbüchern, die dafür 3 Prozent Zinsen bekommen. Dieses Geld verleiht die Bank an andere Kunden und nimmt 5 Prozent Zinsen. Die Zinsdifferenz ist der Gewinn der Bank. Dieses System ist nicht nur für Banken, sondern auch für private Anleger interessant, die in Form von privaten Krediten höhere Zinsen als in sonstigen Anlagen bekommen.
Über Vermittler, die eine prozentuale Erfolgsgebühr kassieren, kommen Kunden und Verleiher zusammen. Der Kunde stellt sein Projekt vor und nennt wie viel Kredit er dafür benötigt und wie viel Zinsen er bereit ist zu zahlen. Dieses Angebot erreicht die Verleiher, die nun die Möglichkeit haben in das Darlehen einzusteigen, der Vermittler fragt die Schufa ab und klärt die Sicherheit des Kredits für die Anleger. Grundsätzlich werden diese in Pools zusammengefügt, so können höhere Gesamtsummen erreicht werden, beispielsweise für den Kauf eines Hauses, und im Falle eines Ausfalls des Kredits teilen sich die Mitglieder den Verlust. Das Risiko ist daher wesentlich geringer und die Kreditzinsen fallen niedriger aus, ein Vorteil also für beide Seiten.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Anleger nicht immer nur das reine Gewinndenken mitbringen, sondern auch bereit sein könnten in soziale oder ökologische Projekte zu investieren. Außerdem entfallen Vorfälligkeitsentschädigungen, falls man das Geld eher zurückzahlt. Da die Vermittler mit Banken zusammenarbeiten, werden die Anlegerguthaben dort eingezahlt und sind daher durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert, was das Darlehen für beide Seiten sicher macht.
Mehr Informationen zu Kleinkrediten von Privat: www.leitfaden-finanzen.de/kleinkredit/kleinkredit-von-privat.html