In Europa ist finanziell gesehen in diesem Sommer eigentlich nichts so gewesen, wie man es gerne gehabt hätte. Der Euro wurde immer schwächer und die bevorstehende Pleite Griechenlands wirft schon seit mehreren Monaten einen Schatten über die Währungsunion.  Italien, Staatsanleihen

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 Italiens Staatsanleihen stehen schlecht da aufgenommen

In Europa ist finanziell gesehen in diesem Sommer eigentlich nichts so gewesen, wie man es gerne gehabt hätte. Der Euro wurde immer schwächer und die bevorstehende Pleite Griechenlands wirft schon seit mehreren Monaten einen Schatten über die Währungsunion.

Doch wie sich mit der Zeit heraus stellte, war Griechenland nicht der einzige Eurostaat, dem ein wenig Hilfe gut tun würde. Nachdem auch Portugal und Irland zu weiteren Sorgenkindern geworden waren, meldeten auch Italien und Spanien, Hilfe nötig zu haben.

Ganz besonders Italien bietet nun Anlass zur Sorge. So sind die Kurse italienischer Staatsanleihen zum Teil drastisch gefallen und die Anleihemärkte schlagen Alarm. Ist nun Italien das Land, das in den europäischen Schuldenfokus geraten wird? Das Investieren in Staatsanleihen wird von vielen Seiten schon lange kritisch betrachtet. Dabei ist das Aussuchen der geeigneten Investition bei der derzeitigen Lage wirklich nicht einfach. So sieht das auch Jürg Zeltner vom UBS Wealth Management, der verlauten lässt: „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“

Italienische Staatsanleihen sind gerade möglicherweise nicht die richtige Investitionsstrategie. Immerhin beläuft sich der Renditeabstand zwischen diesen und gleich laufenden deutschen Bundesanleihen auf 381 Basispunkte. Außerdem hat Italien die zweithöchste Schuldenquote der Eurozone. Diese weist inzwischen einen stattlichen Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts auf, nämlich ganze 120 Prozent. Die politische Lage des Landes lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Premierminister Berlusconis Regierung zeichnet sich nicht unbedingt durch den größten Zusammenhalt aus.

Hilfe gibt es dennoch auf einer regelmäßigen Basis durch die EZB, die schon seit dem Sommer italienische Anleihen am Markt aufkauft. Ein kurzer Erfolg war damit gesichert, denn die EZB schaffte es somit, die Renditen zeitweilig unter die fünf Prozent Marke zu drücken, was jedoch auch nicht lange anhielt. Vielleicht wird nun also auch der Rettungsfonds EFSF für italienische Staatsanleihen angewendet werden müssen. Das wäre der erste Einsatz des Rettungsfonds auf diesem Gebiet, was jedoch möglicherweise nötig und unvermeidbar ist.

ID Nr.: 164
Suchwörter: Italien, Staatsanleihen.
Kategorie: Börse & Aktien  Börse & Aktien
Artikeltyp: Standard Artikel
Hinzugefügt: 28.10.2011
Autor: labu
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