Zwar gab es in der vergangenen Woche einen vereinzelten Lichtblick, als es die Griechen endlich schafften nach geglückter Neuwahl ein neues Parlament zu bilden, doch ob die Sparkurse eingehalten werden und das Land somit Teil der Gemeinschaftswährung bleibt, steht in den Sternen. Diese ungewisse Lage belastet auch die Anleger weltweit.
Jürg Zeltner UBS Wealth Management CEO hatte schon zu Beginn des vergangenen Jahres vorausgesagt, man werde in den kommenden Monaten mit erheblichen Währungs- und Handelskonflikten weltweit rechnen müssen, doch dass diese tatsächlich so lange und heftig andauern, hatte auch er nicht vorhersehen können. Trotz Erleichterung in Griechenland schlossen die europäischen Börsen in der letzten Woche wieder schwächer ab. Hierzu trug nicht nur die Unsicherheit bezüglich der Zukunft des Euro bei sondern auch die verstärkten weltweiten Konjunktursorgen. In China, Europa sowie in den USA waren die Wirtschaftsdaten in jüngster Zeit eher enttäuschend ausgefallen. Grund genug für die Anleger, um sich beim Kauf von Aktien zurückzuhalten.
Hinzu kam die Herabstufung zahlreicher europäischer und US amerikanischer Großbanken durch die Ratingagentur Moody’s. Dies kam jedoch nicht überraschend, weshalb es keinen allzu negativen Einfluss auf die Börsen gehabt haben dürfte. Die Bankaktien zumindest hatten unter dieser Bekanntgabe nicht zu leiden, obwohl alle Welt weiß, dass zahlreiche Großbanken in Europa sowie in den USA im Moment zu kämpfen haben.
Während die Börsen in Europa eher schlechter schlossen, war in den USA die Stimmung weitaus besser. Der Dow Jones sowie der Index der Technologiebörse Nasdaq und der breiter gefasste S&P 500 konnten ein Plus verzeichnen. Die Herabstufung der Großbanken Morgan Stanley, JP Morgan, Citibank und Bank of America hatte den Großteil der Anleger scheinbar nur wenig beeindruckt. Wie die kommenden Wochen an den Börsen international ausfallen, dürfte wohl daran auszumachen sein, wie Griechenland es schafft, seine Sparpläne einzuhalten. Im Moment herrscht noch viel Skepsis, was dieses Thema betrifft, aber möglicherweise schaffen die Griechen es ja, diese aus dem Weg zu räumen.